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Hohe Flammen, giftige Rauchgase, ein zerstörtes Zuhause - dieses Szenario ist keine Seltenheit: Rund 200.000 Wohnungsbrände ereignen sich jährlich in Deutschland, so der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV). Umso wichtiger ist es, die eigenen vier Wände möglichst brandsicher zu gestalten. Was viele Bauherren nicht wissen: Bereits die Auswahl der Baumaterialien hat darauf Einfluss - und kann im Brandfall für den entscheidenden Vorsprung sorgen, um die Familie und sich selbst noch in Sicherheit zu bringen. Bauherren sollten sich daher für Baustoffe mit einem besonders hohen Feuerwiderstand entscheiden, wie ihn zum Beispiel Wände aus Leichtbeton aufweisen.

Entscheidende Zeit zur Rettung
Mauerwerk aus Leichtbeton ist gemäß der Norm DIN 4102-1 als Baustoffklasse A1 ("nicht brennbar") klassifiziert und verschafft so einen zeitlichen Puffer im Fall der Fälle. Beidseitig verputzte Leichtbetonwände erreichen die sehr gute Feuerwiderstandsklasse F 180. "Bei einem solchen Wandaufbau widersteht das Mauerwerk einer Brandbeanspruchung mindestens 180 Minuten. Die Feuerwehr sowie Bewohner erhalten dadurch ein Zeitfenster, das Leben retten kann", erklärt Diplom-Ingenieur Dieter Heller vom Bundesverband Leichtbeton.

Zum Vergleich: Der Gesetzgeber sieht für Einfamilienhäuser und Häuser mit wenigen Wohneinheiten lediglich ein feuerhemmendes Verhalten, also Feuerwiderstandsklasse F 30, für das Außenmauerwerk vor. Gegenüber diesem Zeitfenster von nur 30 Minuten ist Leichtbetonmauerwerk deutlich im Vorteil. Aufgrund ihrer massiven Beschaffenheit widerstehen die Außenwände der Hitze, ohne dabei ihre Druckfestigkeit zu verlieren. Bewohner müssen so nicht fürchten, dass das Gebäude unmittelbar über ihnen einstürzt. Nähere Informationen zum Brandschutz erhalten interessierte Bauherren und Fachleute direkt beim Bundesverband Leichtbeton unter Telefon 02631-355550 oder per E-Mail an info@leichtbeton.de.

Gefahr von Rauchvergiftungen verringert
Der homogene Wandaufbau von Gebäuden aus Leichtbeton trägt zudem dazu bei, dass die Flammen wirkungsvoll auf einen kleinen Bereich begrenzt werden können. Wandelemente aus Leichtbeton eignen sich deshalb nach DIN EN 1520 sogar zum Aufbau von sogenannten Brandwänden. Diese zeichnen sich neben dem hohen Feuerwiderstand durch ihre Stoßfestigkeit aus. Auch die unsichtbare Gefahr einer schweren Rauchvergiftung wird durch Leichtbetonwände verringert. Aufgrund seiner natürlichen Bestandteile wie Bims oder Blähton gibt Leichtbeton selbst im Brandfall keinerlei Schadstoffe an die Raumluft ab. (djd/pt)