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Home Automation: Das vernetzte Haus ist längst keine Zukunftsmusik mehr


Von wegen Science-Fiction! Mit den Begriffen Home Automation oder Smart Home können zwar immer noch viele Deutsche wenig anfangen, doch das, was dahinter steckt, ist den meisten vertraut: Produkte und Systeme, mit denen sich das Wohnen komfortabler, preiswerter und sicherer gestalten lässt.

Die Idee hinter Home Automation: Abläufe und Funktionen in den eigenen vier Wänden zentral steuern und optimieren. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass die Heizungstemperatur den Heizphasen angepasst wird. Diese Einstellung kann man aber von unterwegs ändern, etwa, wenn man früher von einer Reise zurückkehrt und nicht in eine kalte Wohnung kommen möchte. Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten:

  • Ein- und Ausschalten von Licht

  • Herauf- und Herunterlassen von Rollläden

  • Öffnen und Schließen von Türen und Toren

  • Steuerung und Kontrolle von Alarmanlagen und Videoüberwachungsanlagen

  • Fernbedienung und Zeitschaltung von Küchengeräten

  • Steuerung von Audio- und Videoanlagen im gesamten Haus

 

Einstieg in die Home Automation

Der Start in das vernetzte Heim muss nicht aufwendig sein. Es gibt günstige Einsteigersets, die zum Beispiel eine Steuerzentrale, Lichtschalter, Türsensoren und Funksteckdosen enthalten. Eine Übersicht des Angebots findet man unter anderem bei Elektronikversendern wie reichelt.de. Je aufwendiger das System, desto umfangreicher sind die Möglichkeiten. Es gibt zum Beispiel Steuerungssysteme für Heizungen, die „merken“, wenn in einem Raum ein Fenster geöffnet ist (über einen Sensor im Fensterahmen) und dann automatisch die Heizleistung senken.

 

Home-Automation-Standards zur Datenübertragung

Home-Automation-Hersteller haben verschiedene Standards für die Kommunikation zwischen der Steuerzentrale und den einzelnen Geräten entwickelt. Über Kabel wird der Standard KNX genutzt. Daneben existiert eine Reihe von kabellosen Funkverbindungen:

  • Bei „Z-Wave“ wird eine gesicherte Zweiwegeverbindung zwischen den Geräten hergestellt und zwar mit einer sogenannten Funkvermaschung: Jedes Gerät leitet Daten an die anderen Geräte weiter, sodass sich auch weitere Entfernungen überbrücken lassen.

  • „EnOcean“ ist besonders energieeffizient, da dieser Verbindungsstandard batterielos arbeitet.

  • „ZigBee“ ist eine weitere Spezifikation für die drahtlose Datenübertragung über kurze Distanzen.

Die drahtlosen Netzwerke sind in der Regel für Übertragungen zwischen 10 und 100 Metern ausgelegt. Die Vielzahl der Spezifikationen birgt das Problem, dass die einzelnen Standards untereinander nicht kompatibel sind. Die Geräte anderer Anbieter lassen sich in das Netzwerk eines Herstellers nicht ohne Probleme einbinden.