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Holz für den Heimwerker

Bei der Auswahl des Naturprodukts ist auf Herkunft und Eignungen zu achten

Laub- und Nadelhölzer liefern ein Naturprodukt, aus dem sich vielfältige
Gegenstände für ein schönes Wohnumfeld fertigen lassen. Helle und dunkle, weiche und harte, widerstandsfähige und unterschiedlich dekorative Hölzer bieten dabei ein außergewöhnlich breites Spektrum. Holz hat in Heim und Garten nichts von seiner Popularität als Bau- und Werkstoff verloren.

Die nachhaltige Waldwirtschaft sorgt in Deutschland dafür, dass der Holzvorrat sogar weiter ansteigt. Dabei nimmt der aus Umwelt- und Klimaschutzgründen geförderte Anteil der Laub- und Mischwälder kontinuierlich zu und bereits 68 Prozent der Gesamtwaldfläche hierzulande ein. Bei Holz- und Papierprodukten, die beispielsweise mit dem PEFC-Siegel - dem grünen Zeichen mit den zwei Bäumen - in den Handel kommen, kann man sicher sein, dass sie aus ökologischen Quellen stammen. PEFC Deutschland e.V. ist die größte international anerkannte Zertifizierungsorganisation für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern und Erzeugnissen, die aus solchen stammen.

Do-it-yourself: Holz nach der Funktion auswählen

Wer mit Holz heimwerken will, sollte den Rohstoff nach der Funktion auswählen. Wir stellen einige beliebte Hölzer und ihre Einsatzmöglichkeiten vor.

Buche: Dauerhaft und damit ideal für den Bau stark beanspruchter Möbel

Buchenholz ist das meistverbreitete Laubholz Deutschlands und ein idealer Werkstoff: Aufgrund seiner homogenen Holzstruktur lässt es sich einfach sägen, hobeln, drechseln, polieren - zudem splittert es nicht. Buchenholz lässt sich leicht behandeln, färben oder beizen. Aufgrund seiner Robustheit wird Buchenholz beispielsweise für Kindermöbel oder Parkettböden verwendet. Möbel aus Buche sind sehr dauerhaft, Leimholzplatten und Bretter aus massiver Buche werden besonders für stark beanspruchte Möbel verwendet. Ein Esstisch aus Buche beispielsweise ist eine bleibende Investition - obendrein kann man ihn relativ einfach selbst herstellen.

Kiefer, Fichte, Tanne: Im Hausbau vielseitig einsetzbar
Nadelholz ist das in Deutschland am vielfältigsten eingesetzte Bauholz. Als Konstruktionsholz wird es nahezu überall im Hausbau eingesetzt. Doch auch als Möbelholz hat das duftende Weichholz vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Die langen Fasern sorgen für Elastizität und Festigkeit, die Maserung kommt auf Möbeloberflächen schön zur Geltung. Es gibt deshalb nahezu keine bauliche Anwendung, für die beispielsweise die Kiefer nicht geeignet wäre. Da korrekt geforstete und geschlagene Kiefern bis zu 20 Meter lange, astfreie Balken erzeugen können, wird Kiefernholz sehr häufig zum Dachstuhl- und Trockenbau verwendet. Aber auch Geländer, Treppen, Skelettkonstruktionen für Wände und Decken, Dielenböden, Fenster, Türen und Tore können aus dem robusten und dennoch elastischen Holz gefertigt werden. Im Garten kommen dagegen zwei andere Nadelhölzer zum Einsatz, weil sie beständiger sind: Lärche und Douglasie. Sie eignen sich beispielsweise als Terrassen- und Balkondielen oder zum Bau eines Kinderspiel- oder Baumhauses.

Eiche: Für Parkettböden, Sitzbänke und Küchenarbeitsflächen
Die Eiche ist sprichwörtlich mit Solidität und Standhaftigkeit verbunden. So ist auch ihr Holz: sehr fest, unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und Schädlingen und sehr schwer. Durch die enthaltene Säure wird es weniger als andere Hölzer von Wurmfraß befallen, auch ist es sehr feuchtebeständig. Eichenholz wird bevorzugt für belastungsresistente Bauteile wie etwa Parkettböden eingesetzt. Heute interpretieren viele Designer die Eiche aber auch völlig neu: Sie wird nicht rustikal und dunkel gebeizt eingesetzt, sondern deutlich weniger wuchtig und in ihrem hellen, natürlichen Farbton. Dieser lässt die markante Musterung der Eiche erkennen. Auch für Sitzbänke und Küchenarbeitsflächen eignet sich Eichenholz aufgrund seiner Dauerhaftigkeit, Härte und Feuchtigkeitsbeständigkeit besonders gut. Regale, Dekorflächen und andere Möbelteile können mit Eiche oder Eichenfurnier ebenfalls sehr schön zur Geltung gebracht werden - und mehr als 100 Jahre alt werden.

Kirsche: Edles Biedermeier und modernes Möbelholz
Kirschbaumholz stellt nach wie vor nicht nur ein ideales Material zum Bau hochwertiger Stilmöbel dar. Das Holz ist aus der alten deutschen Einrichtungskultur nicht wegzudenken. Als die Möbel noch schwer und dunkel waren, stellte es ein echtes Statussymbol dar. Insbesondere im Biedermeier und auch noch im Jugendstil spielte Kirschholz eine wichtige und kostspielige Rolle in der Möbelproduktion. Poliert und gebeizt entstehen aus Kirsche haltbare und sich nicht verfärbende Oberflächen, die über Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte Bestand haben können. Kirschholz kann auch an modernen Möbeln interessante Akzente setzen. Insbesondere in Form von Furnieren ist es heutzutage erhältlich und kann, auch nachträglich aufgebracht, manchem alten Couchtisch zu neuem und edlem Glanz verhelfen.

Lindenholz: Ideal zum Schnitzen
Einmal getrocknet, hat Lindenholz den besonderen Vorteil, dass es nicht mehr arbeitet und reift. Das Holz hat also ein gutes Stehvermögen und lässt sich in alle Schnittrichtungen bearbeiten. Da es leicht, elastisch und biegsam ist, kann das Holz hervorragend geschnitzt oder gedrechselt werden. Die Oberflächen lassen sich ausgezeichnet beizen, färben, polieren und lackieren. Neben der traditionellen Verwendung als Schnitzholz wird die Linde heute hauptsächlich als Furnierholz etwa für Zeichenbretter oder Spielsachen verwendet. Ähnlich leicht zu bearbeiten und damit auch sehr gut fürs Laubsägen verwendbar ist im Übrigen Pappel- und Weidenholz.

Auf das PEFC-Siegel achten
Egal für welches Holz man sich beim Do-it-yourself und Einrichten entscheidet: Das Produkt sollte aus unbedenklichen Quellen stammen und zum Schutz der Wälder beitragen. Dafür steht das PEFC-Label. In PEFC-zertifizierten Wäldern wird nicht mehr Holz eingeschlagen als nachwächst, der Wald wird als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie für den Klimaschutz erhalten. (djd/pt)